Dienst-Tag für Menschen in Amberg am 07.09.2021

Auch diesen Dienstag bildeten Personen aus sozialen Berufen eine Menschenkette auf dem Marktplatz um die Thematik Pflege vor der Bundestagswahl in Erinnerung zu bringen. Gleichzeitig mit Amberg fanden die Kundgebungen in Würzburg, Nürnberg und München statt!

Oberin der Schwesternschaft Wallmenich-Haus vom BRK e.V. Tatjana Richter, ist Organisatorin der stillen Kundgebung, ihrem Aufruf folgten ca. 30 Teilnehmer*innen, auch aus anderen Trägerschaften, wie z.B. der Diakonie, dem BRK und dem Klinikum St. Marien.

Bis zur Bundestagswahl soll der stille Protest auf jeden Fall weitergehen, denn die Rahmenbedingungen in sozialen Berufen müssen dringend verbessert werden, nur so ist die pflegerische Versorgung auch in der Zukunft qualitativ hochwertig zu leisten.

Mit immer weniger fachlichem Personal ist das Niveau nicht zu halten und der Pflegenotstand weitet sich weiter aus.

Die nächsten Demo-Termine sind:

Dienstag 14.09.21 und Dienstag 21.09.21, jeweils von 17.00 – 17.30 Uhr

Für den letzten Termin ist vor der Kundgebung ein Demo-Zug vom Bahnhof zum Marktplatz geplant.

Wir freuen uns über zahlreiche Teilnahme, bitte helft alle mit, die Ziele für die Pflege publik zu machen.

Dienst-Tag für Menschen in München am 07.09.2021

Auf geht’s in den Endspurt: Vorgestern haben wir zum drittletzten Mal bzw. 19 Tage vor der Bundestagswahl unsere stumme Aktion „Dienst-Tag für Menschen“ auf dem Rotkreuzplatz durchgeführt. Tanja Groh (Foto: 4.v.l.) leitete stellvertretend für Generaloberin Edith Dürr die Protestaktion. Die Krankenhausdirektorin des Rotkreuzklinikums München hielt zusammen mit 20 weiteren Mitstreiterinnen und Mitstreitern aus der Klinik sowie der Schwesternschaft Transparente hoch, auf denen die Schaffung optimierter Rahmenbedingungen innerhalb der professionellen Pflege plakatiert waren. Für die Demonstrationsgruppe stand fest: Nach der Wahl werden die Karten für die Pflegepolitik neu gemischt, daher sei jetzt die beste Gelegenheit, sich bei den Verantwortlichen aus der Politik Gehör zu verschaffen.

Zentrale Forderungen der Diensttagsaktion für die Pflegebranche sind neben mehr gesellschaftlicher Anerkennung konkrete politische Mitbestimmungsrechte sowie eine 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, verstärkter Bürokratieabbau und mehr Ressourcen für die Aus-, Fort- und Weiterbildung.

Am 14. September setzen wir unseren Protest von 17 bis 17.30 Uhr in München-Neuhausen fort. Dazu bitten wir Sie, sich wie gewohnt vorab anzumelden.

Dienst-Tag für Menschen in Nürnberg am 07.09.2021

Bessere Bedingungen in der Pflege: Für dieses Ziel demonstrierten Mitglieder und Mitarbeiter:innen der Schwesternschaft Nürnberg des BRK e.V.  Seit vier Wochen findet der stumme Protest bereits statt, unweit des Nürnberger Hauptmarktes – und konnte bereits einige Aufmerksamkeit auf sich ziehen. So haben sich für den kommenden Dienstag bereits zwei Politiker:innen der ortsansässigen SPD und CDU als interessierte Gäste angemeldet.

Auch viele der Auszubildenden der angeschlossenen Berufsfachschule für Pflege engagierten sich bei den Demonstrationen für bessere Arbeitsbedingungen: ein Zeichen dafür, wie wichtig bereits dem Nachwuchs die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ihres Berufs sind.

In München, Amberg und Würzburg fanden übrigens zeitgleich Demonstrationen statt. “Gemeinsam” heißt hier die Devise – der solidarisch durchgeführte Protest soll noch bis zur Bundestagswahl fortgesetzt werden. 

Dienst-Tag für Menschen in Würzburg am 31.08.2021

Auch in Würzburg gingen am Dienstag wieder Mitarbeiter*innen und Führungskräfte aus verschiedensten Einrichtungen auf die Straße, um kurz vor der Bundestagswahl wiederholt deutlich zu machen, wie wichtig die Verbesserung der Rahmenbedingungen in den helfenden Berufen ist. Etwa 25 Personen versammelten sich vor dem Juliusspital, um eine Menschenkette zu bilden und sich für die gemeinsam definierten Forderungen des Dienst-Tag-für-Menschen-Bündnisses stark zu machen.

Tatkräftig unterstützt wurden wir diese Woche von der Politikerin Barbara Becker (MdL, CSU) und dem Politiker Paul Lehrieder (MdB, CSU).

Dienst-Tag für Menschen in Amberg am 31.08.2021

Dienst-Tag für Menschen, Applaus tut gut, reicht aber nicht!

Bereits zum 4.Mal demonstrierten in der Amberger Innenstadt direkt am Marktplatz Mitarbeitende und Betroffene aus sozialen Berufen für bessere Rahmenbedingungen. Sie alle folgten dem Aufruf der Schwesternschaft Wallmenich-Haus vom BRK e.V.

Die 40 Teilnehmer*innen kamen aus verschiedenen sozialen Einrichtungen der Stadt und des Landkreises Amberg. So waren Vertreter der Verbände der Diakonie, der Caritas und des BRK und der Lebenshilfehilfe vor Ort um zum Ausdruck zu bringen, dass die Rahmenbedingungen für soziale Berufe verbessert werden müssen.

Die Forderungen sind:

  • Der Mensch muss wieder im Mittelpunkt stehen
  • Weniger Bürokratie
  • Bessere Arbeitsbedingungen

Auf Einladung von Oberin Tatjana Richter nahm MdL Dr. Harald Schwartz, an der Kundgebung teil um mit Pflegenden ins Gespräch zu kommen:

„Es geht darum, zu zeigen, was uns die Pflege wert ist,“ so der Politiker.

Bis zur Bundestagswahl wird die Kundgebung „Dienst-Tag für Menschen“ jeweils Dienstag von 17.00 –  17.30 fortgesetzt. Es werden auch weitere prominente Teilnehmer erwartet.

Dienst-Tag für Menschen in Nürnberg am 31.08.2021

Der Protest geht weiter:  Dienst-Tag für Menschen in Nürnberg

Am 31. August demonstrierten Nürnberger Beschäftigte in der Pflege zum dritten Mal in Folge für bessere Bedingungen in ihrem Beruf. Die Kundgebung nahe des Hauptmarktes blieb dabei absichtlich stumm, während die hochgehaltenen Plakate Bände sprachen: weniger Bürokratie, dafür mehr Zeit für Menschen, das war eine der mit Nachdruck hochgehaltenen Forderungen; aber auch, das Personal fachlich wie menschlich zu stärken.

Bis zur Bundestagswahl soll der „Dienst-Tag für Menschen“ fortgeführt werden – und die Öffentlichkeit so für dieses gesellschaftlich hochrelevante Thema sensibilisiert.

Unter den Demonstrierenden und Zuschauenden fanden sich übrigens nicht nur Beschäftigte der Schwesternschaft Nürnberg des Bayerischen Roten Kreuzes e.V., sondern auch zwei Politiker*innen der Freien Wähler zeigten Interesse am Dialog. Die Hoffnung bleibt bestehen: dass sich bald auch in der Politik etwas für die Pflege bewegt.

Frau Sonja Mack (rechts außen im Bild) und Thomas Estrada (links außen im Bild) zwei Politiker*innen der Freien Wähler betonten: „Wir erleben seit längerem einen zunehmenden Rückbau in der Qualität und der Quantität vieler Leistungen des Gesundheits- und Pflegesystems, weshalb wir ausdrücklich die Aktion „Dienst-Tag für Menschen“ der BRK-Schwesternschaft Nürnberg unterstützen. Gerade aufgrund der Pandemie mussten wir erneut feststellen wie systemrelevant und enorm verantwortungsvoll die Tätigkeiten in „helfenden“ Berufen (Pflege, Gesundheitswesen, Behindertenhilfe) sind. Diese Leistung am Menschen hat deutlich mehr politische Aufmerksamkeit und Wertschätzung verdient. Wir fordern daher eine Bundesoffensive für Pflegekräfte, die einen eklatant höheren Personalschlüssel festlegt, bessere Arbeitsbedingungen und zusätzliche Anreize für eine Ausbildung in systemrelevanten Berufen schafft. Außerdem bedanken wir uns recht herzlich für die tollen Gespräche und das Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Das war echt Klasse!“

Dienst-Tag für Menschen in München am 31.08.2021

In weniger als einem Monat steht die Bundestagswahl an. Wir alle haben am 26. September die Möglichkeit, unter anderem einen Kurswechsel in der Gesundheits- und Pflegepolitik einzuläuten – dafür machen wir uns öffentlich stark. Zum nunmehr 22. „Dienst-Tag für Menschen“ in München-Neuhausen gestern Abend sind 25 Teilnehmer zusammengekommen. Wie schon bei den vorherigen Demonstrationen bekundeten Mitarbeiter vom Rotkreuzklinikum München (RKM) sowie der Schwesternschaft München bei der stummen Aktion ihre Solidarität mit Menschen in Pflegeberufen, indem sie Banner mit Forderungen – etwa für zunehmenden Bürokratieabbau und bessere Personalschlüssel – hochhielten.

RKM-Krankenhausdirektorin Tanja Groh (Bild oben: Mitte), die die Veranstaltung in Abwesenheit von Generaloberin Edith Dürr leitete, betonte auf dem Rotkreuzplatz: „Es ist wichtig – trotz aller Wahlkampfversprechen – weiterhin auf unsere Anliegen hinzuweisen, um so den pflegerischen Notstand zu bekämpfen.“ Nach Ansicht der Krankenhausdirektorin bedarf es vorrangig der flächendeckenden Etablierung von Pflegekammern in Deutschland. „Die Pflege braucht dringend eine sichtbare Lobby, um damit Entlastung im Gesundheitswesen zu schaffen.“

Cornelia-Ring, Pflegefachkraft und Case-Managerin im Sozialdienst (Bild oben: l.), die gestern ebenfalls vor Ort erneut ihre Solidarität bekundete, erklärte: „Meiner Meinung nach müssen sich die Rahmenbedingungen ändern, um gute Mitarbeiter zu halten. Wir müssen aber auch selbst etwas tun. Nur wenn wir selbst mitplanen und mitgestalten, können wir Dinge so verbessern, wie wir sie uns vorstellen. Zudem sollten wir unseren Auszubildenden vorleben, dass es auch trotz der schwierigen Situation schöne Momente im Pflegealltag gibt.“

Für Chefchirurg Prof. Dr. Wolfgang Thasler (Bild unten: l.) stand fest: „Wir brauchen eine adäquatere Finanzierung des Gesundheitssektors, um die Pflege zu entlasten. Ansonsten wird das System überstrapaziert, das kann auf die Dauer nicht funktionieren.“

Am nächsten Dienstag, 7. September, wird die Aktion der Schwesternschaft München auf dem Rotkreuzplatz von 17 bis 17.30 Uhr fortgesetzt – wir freuen uns über die Teilnahme von Vertretern aller Berufsgruppen!

Dienst-Tag für Menschen in München am 24.8.2021

Das regnerisch kühle Wetter konnte vorgestern die Teilnehmer des wöchentlichen „Dienst-Tag für Menschen“ nicht abhalten, sich erneut am Rotkreuzplatz zu versammeln. Tanja Groh, Krankenhausdirektorin des Rotkreuzklinikums München, begrüßte in Vertretung von Generaloberin Edith Dürr die stumm Protestierenden der Schwesternschaft München, des Rotkreuzklinikums (RKM) und benachbarter Sozialeinrichtungen. „Der Applaus der ersten Coronawelle ist verhallt. Die Arbeitsbedingungen der Pflege- und Gesundheitsberufe haben sich seither nicht zum Besseren verändert. Angesichts der vierten Welle ist unser Protest wichtiger denn je“, betont die Krankenhausdirektorin.

Für Sophia Stötzer (Bild 1, rechts) ist klar: „Der Pflegeberuf ist ein anspruchsvoller, aber unglaublich vielseitiger und spannender Beruf. Gerade in meinem Bereich ist eine hohe Fachlichkeit vonnöten, die mehr Wertschätzung durch bessere Rahmenbedingungen verdient“, so die Stationsleitung der Interdisziplinären Aufnahmestation IDA.

Unter den regelmäßigen Teilnehmern war abermals Dr. Christian Wack (Bild 2, links). Der gefäßchirurgische Chefarzt des RKM unterstützt die Aktion, denn: „… in unserer täglichen Arbeit als Mediziner sind wir auf die Kompetenz der Pflegekräfte angewiesen. Nur gemeinsam im Team können wir die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung sicherstellen.“ Dem schließt sich auch Florian Linhardt (Bild 2, rechts), Oberarzt der Kardiologie, an: „Pflegekräfte sind systemrelevant und schlicht unverzichtbar.“

Krankenhausdirektorin Groh bedankte sich bei allen Teilnehmenden und lud herzlich zur nächsten Veranstaltung am kommenden Dienstag, 31. August 2021, wieder um 17 Uhr ein. Sie bittet um zahlreiche Teilnahme, denn: „… gerade jetzt, wenige Wochen vor der Bundestagswahl ist es wichtig, weiterhin Präsenz zu zeigen und auf unsere Situation aufmerksam zu machen.“

Dienst-Tag für Menschen in Würzburg am 24.08.2021

Auch am gestrigen Dienstag demonstrierten rund 25 Teilnehmer*innen für bessere Rahmenbedingungen in Pflegeberufen. Dr. Manuela Rottmann, MdB, war eine von ihnen. Auch sie ist der Meinung, dass sich bei der Bezahlung, bei der Arbeitsorganisation und bei der Wertschätzung sozialer Berufe dringend etwas tun muss. Das gesamte Videostatement von Dr. Rottmann und die gestrige Instagram-Story des AWO Bezirksverband Unterfranken finden Sie auf YouTube.

Dass die Forderungen des Bündnisses wichtig sind, kann man einerseits durch namhafte Teilnehmer*innen, aber vor allem auch durch Beharrlichkeit deutlich machen. Daher finden auch in den kommenden Wochen die Dienst-Tag-Demo wieder in der Juliuspromenade statt.

„Dienst-Tag für Menschen“: 2. Kundgebung in Nürnberg

Zum zweiten Mal haben sich am 24. August Nürnberger Beschäftigte in der Pflege zu einem stummen Protest nahe des Hauptmarkts versammelt. Das Ziel: bessere Bedingungen in der Pflege.

Dazu Oberin Mary-Ann Bauer (rechts im Bild): „Besonders wichtig ist, dass wir Pflegekräfte wieder mehr Zeit für die Pflege und Betreuung unserer Patienten und Bewohner haben. Des Weiteren wird der zunehmende Mangel an Fachkräften massive negative Auswirkungen auf die Zukunft des Pflegeberufes haben. Es braucht ausreichend und gut ausgebildetes Pflegpersonal, um die zukünftigen Aufgaben der professionellen Pflege bewältigen zu können.“

Zum stummen Protest kamen nicht nur Mitglieder der Schwesternschaft Nürnberg vom BRK e.V. sondern auch Auszubildende der BRK-Pflegefachschule. Auch Politiker:innen wurden eingeladen, sich bei der Demonstration über die Wichtigkeit und die Notwendigkeit zukünftiger politischer Entscheidungen zum Thema Pflege zu informieren.

Übrigens demonstrierten zum gleichen Zeitpunkt weitere Akteur:innen des Aktionsbündnisses in München, Amberg und Würzburg. Auch das zeigt die Bedeutung des Themas: Wie es mit der Pflege weitergehen soll, diese Frage brennt gerade vielen unter den Nägeln.